am: 17.01.2014     [Albert Linde]     vom: 23.08.2014

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Hier stehe ich schon über 100 Jahre, meine Äste vom Wind zerzaust, fest verwurzelt mit der heimischen Grauwacke und keiner kennt meine Geschichte. Dabei war ich ein besonderer Baum für die Weißiger Bewohner.
Zu der am 19. April 1898 anberaumten Gemeinderatssitzung waren sämtliche Gemeinderatsmitglieder erschienen und folgendes wurde beschlossen:
  1. Es wurde das neu ausgestellte Regulativ geprüft und für richtig befunden.
  2. Zu der Feier seiner Majestät des König Albert soll Sonnabend den 23.April eine König-Albert-Linde gepflanzt werden.
  3. Die Benutzung der Gemeindetreiben, sowie der Dorfaue wird für jede Gans 20 Pf. bezahlt.
  4. Sämtliche Communikationswege werden verpachtet.
  5. Wer die Gemeindetreiben mit hüten des Rindviehes benutzt, hat für jedes Stück 50 Pf. zu zahlen.
  6. Die Benutzung des Gemeindegrundstückes am Spritzenhauses soll nicht mehr von dem Rittergutspächter benutzt werden.

Johann Neschke Gemeindevorstand
Johann Heyne
Julius Hermann
 

So wurde die Linde anlässlich des 70. Geburtstages König Alberts und seines 25-jährigen Regierungsjubiläums gepflanzt.

Albert war das zweite Kind und der erste Sohn von Johann von Sachsen und dessen Frau Amalie Auguste von Bayern. Schon im Kindesalter zeigte er ein großes Interesse am Militär und wurde in allen Waffengattungen ausgebildet. Albert besuchte nach Ablegung der Reifeprüfung 1845 die Rheinische Friedrich–Wilhelms Universität Bonn, wo er Rechts- und Staatenwissenschaften studierte.[1]

Nach dem Tod seines Vaters am 29. Oktober1873 wurde Albert König von Sachsen. Er führte die Einordnung Sachsens in das von Preußen geführte Deutsche Reich fort. Zentrale Aspekte seiner auf Friedenssicherung bedachte Politik waren außenpolitisch die Aussöhnung mit Preußen und die Erhaltung der Bundesstaatlichen Ordnung im Deutschen Reich.[1]

Innenpolitisch strebte König Albert eine Neugestaltung der Landesverwaltung an. Unter seine Regierungszeit fallen unter anderem die Verbesserung der Armenpflege und eine umfassende Reform des Steuerwesens 1878. Mit dem neuen Wahlgesetz 1896 führte er das Dreiklassenwahlrecht ein. Die Ehe König Alberts mit Carola von Wasa–Holstein-Gottorp blieb kinderlos. Nach seinem Tod 1902 wurde sein jüngerer Bruder Georg neuer Sächsischer König.[1]

Quelle[1]: externhttp://de.wikipedia.org/wiki/Albert_(Sachsen)

Siegmar Kubin



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