am: 01.04.2013     [Familie Weissig in Weißig]     vom: 19.04.2013

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Das Osterfest wäre eine gute Gelegenheit, die weit verbreitete Familie wieder einmal zu­sammen­zuführen, ein Familien­treffen zu organisieren. So jedenfalls waren die Gedanken von Dieter Weissig aus der Nähe von München.

Was lag näher, als einmal den Ort gemeinsam aufzusuchen, der den gleichen Namen wie seine Familie trägt. Also recherchierte er im Internet und fand acht Orte dieses Namens in Sachsen. Einige davon besuchte er und befand, dass Weißig bei Kamenz als besonders sehenswert und dafür bestens geeignet sei. Natürlich wollte man das Dorf und besonders das Schloss etwas kennenlernen und brauchte dazu ortskundige Menschen. Die Verbindung zum Heimatverein Weißig war schnell hergestellt. Die Resonanz fiel positiv aus und das Treffen konnte vorbereitet werden.

Nun war das Wetter, wer hätte das schon geahnt, um Ostern 2013 nicht gerade das erstrebenswerteste. Es war kalt und nass. Trotzdem fand sich ein Großteil der Familie, vorwiegend aus den alten Bundesländern kommend, am Karfreitag ein. Im "Landhotel Fledermausschloss" in Weißig, einem Ortsteil von Lohsa, wurde Quartier bezogen.

Am Ostersonntag, pünktlich um 14.00 Uhr, nahm Gerolf Boden vom Heimatverein die fünfzehn Gäste in Empfang, um sie sachkundig durch das Schloss zu führen. Das renovierte Äußere und vor allem die hergerichteten Räume fanden großes Interesse. Viele Frage zur Geschichte des Schlosses, zur bisherigen und künftigen Nutzung und natürlich auch zu Lebensbedingungen und Ereignissen in der DDR mußte er beantworten. Die geplante Zeit reichte gar nicht aus.

Ostermontag stand die Besichtigung des Ortes auf dem Besuchsprogramm. Manfred Prescher erläuterte im ehemaligen Rittergutshof die Historie des Ortes, bevor es dann in den Schlosspark ging. Die Familiengruft derer von Zehmen wurde nicht nur außen, sondern auch innen besichtigt. Der Schlüssel dazu war rechtzeitig organisiert worden. Eigentlich war noch ein Abstecher zum nahegelegenen Biergarten vorgesehen. Aber niedrige Temperatur und die verhangene Sicht auf die Lausitzer Bergwelt ließen das nicht zu. Beim Rundgang durchs Dorf, vorbei am Dorfanger, Findling, Milchrampe, Dorfteich, Gasthof und alte Schulen, kamen viele Fragen zu den früheren und gegenwärtigen Verhältnissen. Besonders die jüngeren Besucher konnten sich eine einklassige Dorfschule nicht mehr vorstellen.

Gern hätte man noch einen Gang zu den Teichen und zum Fischhaus unternommen, aber es begann zu regnen. So kam der Aufenthalt im Vereinshaus, dem ehemaligen Kindergarten, zum Aufwärmen sehr gelegen. Hier spielten der Bau des Kindergartens durch die Einwohner im NAW und die Vereinsarbeit im Ort eine besondere Rolle. Viele Fragen waren zu beantworten. Und natürlich fanden neben Postkarten und der Ortschronik die kleinen Weißiger Likörflaschen mit den von Ingo Schimek gestalteten ortsgebundenen Etiketten besonderes Interesse und reichlich Absatz.

Mit herzlichen Dankesworten und guten Wünschen bedankten sich die Gäste beim Weißiger Heimatverein und traten die Heimreise an, nicht ohne vorher noch ein Erinnerungsfoto vor dem Schloss zu schießen.

Artikel von Manfred Prescher

Rundgang



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