Hexenhaufen

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Nach dem Aufstellen des Maibaumes treffen sich die Eltern und Großeltern mit ihren Kindern vor dem Gutshof, um geschlossen mit Musik zum Hexenfeuer zu gehen. Die Kinder tragen Lampions und die Jugendlichen der Feuerwehr Fackeln. Die Kinder haben genügend Proviant mit, um am kleinen Lagerfeuer zu brutzeln.

Händler des Ortes bieten Imbiß und Getränke an, man trifft sich und plaudert.

Bis Ende der zwanziger Jahre waren es noch bescheiden kleine Feuer, die abgebrannt wurden. Von Jahr zu Jahr wuchs dann die Größe des Hexenhaufens, weil es auch günstige Gelegenheit ist, altes Geäst und Gestrüpp loszuwerden. Kinder und Jugendliche tragen mit Eifer das Material für den Hexenhaufen zusammen. Damit er nicht vorzeitig entzündet wird, muß er natürlich bewacht werden.

Durch das Abbrennen des Hexenfeuers in der Walpurgisnacht wollte man das Böse aus den Häusern und Fluren vertreiben. Als Instrument benutzte man abgekehrte Rutenbesen, die zum Auskehren von Hof und Stallungen und früher auch der Küchen verwendet wurden. In ihnen sollten die Hexen festsitzen. Am Hexenfeuer wurden diese Besen entzündet und in die Luft geworfen. Damit sollten die Hexen sozusagen mit dem Besen in die Hölle reiten. Auf dem Hexenhaufen selbst wurde eine Hexe aus Stroh aufgestellt, die von den Flammen erfaßt und verbrannt wurde.

 

 



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