Der schwere Neubeginn

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Weißiger Schule 1945 - 1952
Teil 2

Die Abschlussklasse 1953 mit den Schülern aus
Liebegast, Lieske, Oßling, Scheckthal und Weißig
mit der Klassenlehrerin Frau Werner

Kriegsende

Wie immer in diesen Tagen waren die halb-
wüchsigen Jungen die steile Holztreppe zum Schloss-
turm hochgestiegen und beobachteten aufmerksam
die Umgebung. Besonders gingen die Blicke gen Osten. Von dort
war der Geschützdonner in den letzten Tagen immer stärker geworden.

Man schrieb den 19. April 1945.

Von Milstrich kommend näherte sich ein Aufklärungstrupp der 2. Polnischen
Armee und drang langsam bis zum Ortsrand vor.

Am nächsten Tag rückte aus Richtung Oßling die Sowjetarmee in Weißig ein.
Eine kleine Truppe machte auf dem Dorfplatz halt. Eine Artillerieeinheit mit
Haubitzen bezog am westlichen Ortsrand, auf der Wiese am Hofacker,
Stellung. Ihre Rohre richtete sie in Richtung Kamenz, das noch von deutschen
Truppen besetzt war. Plötzlich pfiff eine Granate heran und schlug im
Schlossdach ein, verursachte aber nur geringen Schaden. Die sowjetische
Artillerie antwortete nicht. Warum auch? Der Krieg war sowieso bald zu Ende,
Deutschland stand vor der Kapitulation.

So hatte auch der Weißiger Bürgermeister Karl Waurentschk gedacht und
gehandelt, als er sich am Vortage dem sinnlosen Befehl widersetzte, das Dorf zu evakuieren und die Panzersperren zu besetzen.
Das Dorf war sowieso überfüllt mit Flüchtlingen, die, nach Westen strömend, nein, sich schleppend, vor Erschöpfung nicht mehr
weiterkamen und hier Rast und Unterschlupf suchten. Durch diese mutige Tat des Bürgermeisters wurden dem Ort
Kampfhandlungen und Zerstörungen erspart.

Nach wenigen Tagen zogen die sowjetischen Einheiten weiter, gen Westen. Für den Ort war damit der Krieg vorbei. Nicht aber die
Not und das Elend, die dieser Krieg gebracht hatte.

Die wehrfähigen Männer waren noch im Krieg, gefallen oder in Gefangenschaft. Die Landwirtschaft lag teilweise am Boden,
Pferde wurden requiriert und Kühe von polnischen „Fremdarbeitern“ Richtung Osten getrieben, die Versorgungslage katastrophal.
Die meisten Bauern konnten sich noch notdürftig selbst versorgen, aber die Einwohner ohne Landwirtschaft und die vielen
Flüchtlinge mussten irgendwie versorgt werden. Eine schier unlösbare Aufgabe für die örtliche Verwaltung, die kurz nach
Kriegsende langsam aufgebaut wurde.
 

Lehrer in Weißig
1823 Hr. Johann Christoph Neumann, Schneider, nebenbei Lehrer 
1838 Hr. Johann Räck 
1859 Hr. Karl Ernst Lehmann 
1875 Hr. Richter aus Biehla, Vicar, Unterricht nachmittags 13 - 16.30 Uhr Hr. A. Eschke
vor 1880 Hr. Karl Wenke, danach Lehrer in Crostwitz und Rosenthal 
1883 Hr. Martin Gustav Zschommler 
1884 Hr. Frohberg 
1885 Hr. Martin Gustav Zschommer aus Schönbach 
1894 Hr. Ernst Erich Donath, bisher Schulleiter in Rauschwitz 
1895 Hr. Albert Wähnert aus Blasewitz, Vicar in 2-klassiger Volksschule 
1896 Hr. Pfarrer Walther übernimmt Vertretung vom 30.10.96- 12.3.97 
1897 Hr. Kirchner aus Brauna, Hilfslehrer, ab 22.3.97 
1900 Hr. Petri aus Hauswalde, Vicar Frau Koreng, Handarbeitslehrerin
1900 Hr. Karl Kirchner Verfasser des Weißiger Heimatliedes später Lehrer in Dresden- Döltzschen 
1901 Frau Wachtmeister Baumann aus Lieske, Handarbeitslehrerin Hr. Kurt Noack aus Oßling, Hilfslehrer, Vicar ab 15.4.1901
1902 Hr. Robert Krause aus Noes bei Rothenburg, 26.4.1902 bis 20.10.1903 Hr. Paul Reinhold Wehner, Lehrseminarist, ab Okt. 1903
1904 Hr. August Moritz Arthur Richter, 1.1 – 8.3.1904, schüchtern, ruhig, einschläfernd 
1905 Hr. Reinhard Fischer, 29.4.1905- 1.8.1906, Schläger Frau Göldner, Handarbeit
1907 Hr. Kurt Noack, bisher Hilfslehrer in Oßling 
1908 Hr. Anton Emil Mager 
1913 Frau Marie Küchler, Nadelarbeit für 5.-8. Klasse 
1913 Hr. Otto Friedrich Mehnert aus Niedersteina, Vicar 
1913 Hr. Friedrich Knauthe aus Bautzen, Schulamtskandidat, Vicar ab 1.7.1918 
1914 Hr. Georg Max Neubert, Hilfslehrer aus Brauna, wird ständiger Lehrer 
1918 Hr. Meyer 
1925 Hr. Fanauer 
1926 / 1927 Hr. Fritz Schmidt 
1929 Hr. Unger 
1930 Hr. Balbig, Hr. Wendt, Hr. Kühne Hr. Törtschke, Frl. Fuchs, Frl. Rost
1933-39 Hr. Rudolf Göhler 1939 Einberufg 
1939-41 Hr. Gnauck 1941 Einberufg 
1940-41 Hr. Zschiedrich 1941 Einberufung 
1941-41 Fr. Schäfer (i.V. aus Deutschbaselitz) 
1942-Mitte 44 Fr. Darbritz 
1944/45 Fr. Herrmann (verh. Kirstan) 1948, Hr. Horst Kluge (Erdkunde) 1946, aus Kamenz, später Lessingoberschule Hr. Heinz Bochnik, Fr. Ingeborg Bochnik, Hr. Kroll (verh. mit Dora Reichert)
1947/48 Hr. Martin Mauermann (Religion, Musik, Klavier), Hr. Bombach (Russisch), aus Straßgräbchen Fr. Kirchner (Sport,Musik,Handarbeit), Schwiegertochter von Lehrer Kirchner, 1961 nach Westdeutschland
1949-52 Hr. Helmut Ulbrich (Schulleiter), Hr. Martin Rüdrich (Geo, Gesch, Zeichnen), Frl. Gerta Minar (Russisch), Frl. Margarete Skiba (Bio) Hr. Joseph Neugebauer aus Oßling, Hr. Joseph Kunert (Biologie), Hr. Erich Förster, Hr. Hans-Joachim Kühnemann
ab 1952 Hr. Helmut Ulbrich nach Oßling, Frl. Gerta Minar Oßling dann Dresden, Frl. Margarete Skiba später Schulleiterin Hr. Joseph Kunert (Biologie) Oßling dann Dresden,

            



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